Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 24. Oktober 2026 · Version 1.2
1. Geltungsbereich
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle gegenwärtigen und künftigen Leistungen, die prompt IT Support e.U. (Inhaber Angelo Molinaro), Lerchengasse 2, 8435 Wagna, FN 684664i, Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz, UID ATU83709417 (im Folgenden „Anbieter"), im Zusammenhang mit der Cloud-Software „Werkstattpilot24" (im Folgenden „Software") gegenüber seinen Kunden erbringt, auch wenn im Einzelfall nicht ausdrücklich auf sie Bezug genommen wird.
1.2. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1 UGB, die ihren Betrieb bereits führen und die Software dafür nutzen. Bestellungen zur Vorbereitung eines noch nicht aufgenommenen Betriebs (Gründungsgeschäfte im Sinne des § 1 Abs. 3 KSchG) nimmt der Anbieter nicht an. Mit der Bestellung bestätigt der Kunde, dass er Unternehmer ist und seinen Betrieb bereits führt. Der Anbieter kann dafür einen Nachweis verlangen, etwa einen Auszug aus dem GISA oder dem Firmenbuch oder die UID-Nummer.
1.3. Entgegenstehende oder abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich und schriftlich zugestimmt hat.
2. Leistungsgegenstand
2.1. Der Anbieter stellt die Software als Abonnement (Software as a Service) über das Internet bereit. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt der Bestellung aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Website.
2.2. Die Software wird laufend weiterentwickelt. Der Anbieter ist berechtigt, Funktionen zu ändern, zu erweitern oder durch gleichwertige zu ersetzen, sofern der vertraglich vereinbarte Kernfunktionsumfang (Auftrags-, Rechnungs-, Kunden- und Kassenverwaltung) dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Fällt eine wesentliche Funktion ersatzlos weg, kündigt der Anbieter das mindestens einen Monat vorher per E-Mail an. Der Kunde kann den Vertrag dann mit Wirkung zum Wegfall der Funktion kündigen; im Voraus bezahlte Entgelte werden anteilig erstattet.
2.3. Support wird per E-Mail an office@werkstattpilot24.com zu üblichen Geschäftszeiten erbracht. Reaktionszeiten sind nicht zugesichert, angestrebt wird eine Antwort binnen zweier Werktage.
2.4. Die Leistungen des Anbieters umfassen keine Rechts-, Steuer- oder sonstige Beratung (siehe im Einzelnen Punkt 8.5 und 8.6).
2.5. Auf Wunsch bestellt der Anbieter im Namen des Kunden das Signaturzertifikat für die Registrierkasse bei A-Trust (a.sign RK), ausgestellt auf den Ordnungsbegriff (UID) des Kunden. A-Trust stellt das Zertifikat dem Anbieter in Rechnung; der Anbieter verrechnet es zum vorab genannten Preis an den Kunden weiter. Das Zertifikat gehört dem Kunden und ist an keine Kassensoftware gebunden. Für das Zertifikat gelten zusätzlich die Geschäftsbedingungen von A-Trust; Ansprüche aus dem Zertifikat kann der Kunde direkt gegenüber A-Trust geltend machen.
3. Verfügbarkeit & Wartung
3.1. Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Software von 99 % im Jahresmittel an, gemessen am Übergang des Rechenzentrums zum Internet. Davon ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster (Punkt 3.2), Ausfälle infolge höherer Gewalt (Punkt 11) sowie Störungen des Internets und der Endgeräte oder Anschlüsse des Kunden, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen. Ausfälle bei Dienstleistern, die der Anbieter selbst beauftragt hat (etwa beim Rechenzentrum), gehen nicht zulasten des Kunden. Ein Anspruch auf ununterbrochene Verfügbarkeit besteht nicht.
3.2. Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt und bei absehbarer längerer Dauer vorab angekündigt.
3.3. Die für die Nutzung erforderliche Internetanbindung, geeignete Endgeräte und ein aktueller Browser liegen in der Verantwortung des Kunden.
4. Vertragsschluss & Pflichten des Kunden
4.1. Bestellung: Der Kunde wählt im Preisbereich der Website das Abonnement und gelangt über den Bestell-Button auf die Bezahlseite des Zahlungsdienstleisters Stripe. Dort gibt er die abgefragten Angaben ein (insbesondere Firmenname, E-Mail- und Rechnungsadresse sowie Zahlungsdaten). Vor dem Absenden kann er alle Eingaben prüfen und korrigieren; zurück auf die Website kommt er jederzeit ohne Bestellung. Mit dem Absenden der Zahlung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss des Abonnements zu diesen AGB samt Auftragsverarbeitungsvertrag ab. Alternativ kann der Kunde das Abonnement per E-Mail beim Anbieter anfragen. Vertragssprache ist Deutsch.
4.2. Vertragsschluss: Den Eingang der Bestellung bestätigt der Anbieter unverzüglich per E-Mail. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter den Zugang des Kunden freischaltet; darüber informiert er den Kunden per E-Mail mit einem Link zum Festlegen des Passworts. Bei einer Anfrage per E-Mail kommt der Vertrag zustande, sobald der Kunde beim Einrichten seines Zugangs diesen AGB samt Auftragsverarbeitungsvertrag zustimmt. Nimmt der Anbieter eine Bestellung nicht an (etwa nach Punkt 1.2), erstattet er bereits bezahlte Beträge unverzüglich.
4.3. Vertragstext: Diese AGB und der Auftragsverarbeitungsvertrag sind auf der Website abrufbar und lassen sich als PDF speichern oder drucken. Der Anbieter bewahrt die bei Vertragsschluss gültige Fassung auf und schickt sie dem Kunden auf Anfrage zu.
4.4. Der Kunde stellt richtige und vollständige Stammdaten bereit und hält diese aktuell. Zugangsdaten (Passwörter, Zwei-Faktor-Mittel) sind vertraulich zu behandeln und dürfen nicht an unberechtigte Dritte weitergegeben werden. Der Kunde ist für Handlungen, die über seine Benutzerkonten vorgenommen werden, verantwortlich, soweit er die Verwendung zu vertreten hat.
4.5. Der Kunde nutzt die Software ausschließlich im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB. Missbräuchliche Nutzung — insbesondere Eingriffe in die Systeme des Anbieters, die Überlassung des Zugangs an Dritte außerhalb des eigenen Betriebs oder die Verarbeitung rechtswidriger Inhalte — ist untersagt.
4.6. Die Erfüllung der gesetzlichen Pflichten des Kunden (insbesondere abgaben-, gewerbe- und datenschutzrechtlicher Pflichten, Aufbewahrungspflichten sowie Prüf- und Meldefristen) verbleibt beim Kunden. Die Software ist ein Hilfsmittel zu deren Erfüllung (siehe Punkt 8.5 und 8.6).
4.7. Dem Kunden obliegt es, seine Daten regelmäßig über die in der Software vorhandenen Exportfunktionen zu sichern, sodass sie bei Verlust rekonstruiert werden können. Die Datensicherung des Anbieters (Punkt 8.3) bleibt davon unberührt.
5. Preise & Zahlung
5.1. Es gilt der zum Zeitpunkt der Bestellung angegebene monatliche Preis zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe; das Entgelt wird zu Beginn jeder Abrechnungsperiode fällig.
5.2. Bei Zahlungsverzug bleibt der Zugang für eine Schonfrist von 14 Tagen ab Fälligkeit bestehen. Bleibt die Zahlung trotz Erinnerung aus, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang bis zur vollständigen Zahlung zu sperren. Die Daten des Kunden bleiben während der Sperre erhalten. Auch während der Sperre stellt der Anbieter dem Kunden auf Anfrage die Daten bereit, die er für gesetzliche Pflichten braucht, insbesondere das Datenerfassungsprotokoll der Registrierkasse, Belege und Buchhaltungsexporte. Gesetzliche Verzugszinsen und notwendige Betreibungskosten gehen zu Lasten des Kunden.
5.3. Preisänderungen werden dem Kunden mindestens einen Monat vor Wirksamwerden per E-Mail angekündigt. Der Kunde kann bis zum Wirksamwerden zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündigen; andernfalls gilt der neue Preis ab der nächsten Abrechnungsperiode.
5.4. Der Kunde kann nur mit vom Anbieter anerkannten oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen.
5.5. Zum Ausprobieren steht ein kostenloser, unverbindlicher Demo-Zugang mit Beispieldaten bereit; daraus entsteht kein Vertrag und kein Anspruch auf Datenübernahme. Eine kostenlose Testphase ist nicht Bestandteil des Abonnements.
5.6. Der Kunde ist damit einverstanden, dass Rechnungen elektronisch übermittelt werden (als PDF per E-Mail bzw. zum Abruf im Kundenportal des Zahlungsdienstleisters, § 11 Abs. 2 UStG).
6. Laufzeit, Kündigung & Anbieterwechsel
6.1. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode (monatlich) gekündigt werden. Die Kündigung durch den Kunden ist formlos per E-Mail oder über die Abo-Verwaltung möglich.
6.2. Das Recht beider Vertragspartner zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der andere Vertragspartner trotz Abmahnung wesentliche Pflichten aus dem Vertrag verletzt oder über sein Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet oder mangels Masse abgelehnt wird. Sofortige Sperre: Droht unmittelbar ein Schaden, etwa durch Angriffsversuche auf die Systeme, missbräuchliche Nutzung oder die Nutzung eines Zugangs durch Unbefugte, kann der Anbieter den betroffenen Zugang sofort vorübergehend sperren. Er informiert den Kunden unverzüglich, klärt den Sachverhalt mit ihm und hebt die Sperre auf, sobald die Gefahr beseitigt ist.
6.3. Datenexport: Der Kunde kann seine Daten während der gesamten Laufzeit selbst und kostenlos exportieren, in gängigen, maschinenlesbaren Formaten (insbesondere CSV, PDF, XML und das amtliche Datenerfassungsprotokoll der Registrierkasse). Eine Übersicht der exportierbaren Datenkategorien und Formate schickt der Anbieter auf Anfrage.
6.4. Wechsel zu einem anderen Anbieter: Mit der Kündigung oder bis zu deren Wirksamwerden kann der Kunde verlangen, seine Daten zu einem anderen Anbieter oder auf eigene Systeme zu übertragen (Art. 23 ff. Datenverordnung, VO (EU) 2023/2854). Ab Ende der Kündigungsfrist läuft dann ein Übergangszeitraum von bis zu 30 Tagen, in dem die Software weiter nutzbar bleibt und der Anbieter den Wechsel in angemessenem Umfang unterstützt. Ist der Wechsel in dieser Zeit technisch nicht möglich, teilt der Anbieter das binnen 14 Tagen mit, begründet es und nennt einen neuen Zeitraum. Der Kunde kann den Übergangszeitraum einmal verlängern.
6.5. Nach Vertragsende (bzw. nach einem Übergangszeitraum) bewahrt der Anbieter die Daten des Kunden mindestens 12 Monate auf. In dieser Zeit schaltet er den Zugang auf Anfrage kostenlos für mindestens 30 Tage zum Export frei. Vor der Löschung informiert er den Kunden per E-Mail mit einer Frist von mindestens 30 Tagen. Danach löscht er die Daten einschließlich der Datensicherungen, die im regulären Sicherungszyklus überschrieben werden, und bestätigt die Löschung auf Wunsch in Textform. Verlangt der Kunde die Löschung früher, löscht der Anbieter nach diesem Wunsch. Die Einhaltung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten (z. B. § 132 BAO) obliegt dem Kunden — er hat seine Daten vor der Löschung zu exportieren.
6.6. Für Export, Wechsel und Löschung verlangt der Anbieter kein Entgelt.
7. Gewährleistung
7.1. Der Anbieter erbringt die Leistungen vertragsgemäß. Mängel sind vom Kunden unverzüglich und nachvollziehbar per E-Mail zu melden. Der Anbieter beginnt umgehend mit der Mängelbeseitigung und behebt gemeldete Mängel innerhalb angemessener Frist durch Nachbesserung.
7.2. § 924 ABGB (Vermutung der Mangelhaftigkeit) wird einvernehmlich ausgeschlossen.
7.3. Keine Gewährleistung besteht für Störungen, die auf unsachgemäßer Bedienung, Eingriffen des Kunden oder Dritter, ungeeigneter Umgebung (Punkt 3.3) oder höherer Gewalt beruhen.
7.4. Ist die Nutzbarkeit der Software erheblich beeinträchtigt, kann der Kunde das Entgelt für die Dauer der Beeinträchtigung angemessen mindern. Weitergehende Rechte bleiben unberührt.
8. Haftung
8.1. Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus Vorsatz und krass grober Fahrlässigkeit, für Personenschäden sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
8.2. Für leicht fahrlässig verursachte Schäden haftet der Anbieter nicht. Bei sonstiger grober Fahrlässigkeit ist die Haftung je Schadensfall mit der Summe der Entgelte begrenzt, die der Kunde in den zwölf Monaten vor dem Schadensereignis an den Anbieter bezahlt hat. Beides gilt nicht für Personenschäden und gilt auch für Schäden, die auf vom Anbieter beigezogene Dritte zurückgehen.
8.3. Der Anbieter sichert die Daten des Kunden regelmäßig, mindestens täglich. Hat der Kunde seine Daten entgegen Punkt 4.7 nicht gesichert und hätte das einen Schaden verhindert oder verringert, wird dieses Mitverschulden nach § 1304 ABGB berücksichtigt.
8.4. Ansprüche nach Art. 82 DSGVO, einschließlich des Ausgleichs zwischen Kunde und Anbieter nach Art. 82 Abs. 5 DSGVO, bleiben von diesem Punkt unberührt.
8.5. Compliance- und Fachmodule: Die in der Software enthaltenen Hilfsmodule — insbesondere Compliance-Center (DSGVO), Prüfpflichten, Gefahrstoffverzeichnis, Datenschutzerklärungs-Generator, Hinweise zur Registrierkassenpflicht sowie Fälligkeitsvorschläge für Begutachtungen nach § 57a KFG — sind Arbeitshilfen und stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Vorlagen, Fristen und Intervalle sind Richtwerte; maßgeblich sind Gesetz, behördlicher Bescheid, Prüfbefund bzw. die Beurteilung durch den Steuerberater oder Rechtsanwalt des Kunden. Eine Überwachung von Fristen für den Kunden schuldet der Anbieter nicht. Die Verantwortung für die Erfüllung der betrieblichen Pflichten verbleibt beim Kunden. Punkt 8.1 bleibt unberührt.
8.6. Registrierkasse / Fiskalisierung: Der Anbieter sorgt dafür, dass die Kassenfunktion der Software die technischen Anforderungen der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) in der jeweils geltenden Fassung erfüllt. Die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Betrieb der Registrierkasse, für Meldungen an FinanzOnline und für die Erfüllung steuerlicher Pflichten liegt beim Kunden, auch wenn die Software Meldungen über den FinanzOnline-Zugang des Kunden übernimmt. Für Ausfälle von Diensten, die der Anbieter nicht selbst beauftragt hat (insbesondere der Signaturdienste von A-Trust, fiskaly oder fiskaltrust auf Grundlage eines Vertrags des Kunden und von FinanzOnline), ist der Anbieter nicht verantwortlich; in diesen Fällen greift der gesetzlich vorgesehene Ausfallmodus der RKSV. Punkt 8.1 bleibt unberührt.
9. Datenschutz & Auftragsverarbeitung
9.1. Für die in der Software verarbeiteten personenbezogenen Daten (insbesondere Kunden-, Fahrzeug-, Beleg- und Mitarbeiterdaten des Betriebs) ist der Kunde Verantwortlicher im Sinne der DSGVO; der Anbieter ist Auftragsverarbeiter. Der Auftragsverarbeitungsvertrag (Anlage 1) ist integraler Bestandteil dieses Vertrags.
9.2. Informationen zur Verarbeitung von Daten der Kunden selbst (Vertrags- und Abrechnungsdaten) enthält die Datenschutzerklärung.
9.3. Aktiviert der Kunde in der Software eigenständig Dienste Dritter (z. B. Cloud-Texterkennung, eigener E-Mail-Versand, Lieferanten-Anbindungen), wird er selbst deren Auftraggeber; der Abschluss allenfalls erforderlicher Auftragsverarbeitungsverträge mit diesen Anbietern obliegt dem Kunden.
10. Geheimhaltung
Beide Vertragspartner behandeln alle ihnen im Zusammenhang mit diesem Vertrag bekannt gewordenen Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse des jeweils anderen vertraulich und machen sie Dritten nicht zugänglich, soweit diese nicht allgemein bekannt sind, rechtmäßig von Dritten erlangt wurden oder aufgrund behördlicher bzw. gerichtlicher Entscheidung offenzulegen sind. Diese Pflicht besteht auch nach Vertragsende fort.
11. Höhere Gewalt
Soweit und solange Verpflichtungen infolge höherer Gewalt — wie insbesondere Krieg, Terrorismus, Naturkatastrophen, Feuer, Streik, hoheitlicher Eingriffe oder großflächiger Ausfälle der Stromversorgung, von Telekommunikationsnetzen bzw. Datenleitungen — nicht fristgerecht oder nicht ordnungsgemäß erfüllt werden können, stellt dies keine Vertragsverletzung dar. Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich und nimmt die Leistung wieder auf, sobald das Hindernis wegfällt.
12. Nutzungsrechte
12.1. Der Kunde erhält das nicht ausschließliche, nicht übertragbare, nicht unterlizenzierbare und auf die Vertragslaufzeit beschränkte Recht, die Software für die Zwecke seines Betriebs zu nutzen. Ein Anspruch auf Überlassung des Quellcodes besteht nicht.
12.2. Die Rechte des Kunden nach den §§ 40d und 40e UrhG bleiben unberührt. Vom Kunden in der Software erfasste Daten bleiben sein Eigentum; der Anbieter nutzt sie nicht für eigene Zwecke.
13. Schlussbestimmungen
13.1. Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts.
13.2. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist das für 8435 Wagna sachlich zuständige Gericht.
13.3. Der Anbieter kann diese AGB ändern, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht, etwa eine Änderung der Rechtslage oder Rechtsprechung, behördliche Vorgaben, Anforderungen der IT-Sicherheit oder neue Funktionen. Leistungen, Preise (dafür gilt Punkt 5.3), Laufzeit und Haftung ändert der Anbieter auf diesem Weg nicht zum Nachteil des Kunden. Änderungen kündigt der Anbieter mindestens zwei Monate vor Wirksamwerden per E-Mail an und stellt dabei die geänderten Punkte der bisherigen Fassung gegenüber. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden in Textform, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge, das Widerspruchsrecht und das Kündigungsrecht weist der Anbieter in der Ankündigung ausdrücklich hin. Widerspricht der Kunde, gelten für ihn die bisherigen AGB weiter; das Recht beider Seiten zur ordentlichen Kündigung (Punkt 6.1) bleibt unberührt.
13.4. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt eine wirksame, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.